Häufige Fragen zum Bodenseeschifferpatent

Das Bodenseeschifferpatent ist die Berechtigung zum Führen eines patentpflichtigen Fahrzeuges auf dem Bodensee. Es wird in Deutschland und Österreich in folgende Kategorien erteilt:

  • Kategorie A: Führen von Motorbooten mit mehr als 6 PS
  • Kategorie B: Führen von Fahrgastschiffen
  • Kategorie C: Führen von Güterschiffen und schwimmenden Geräten mit eigenem Antrieb
  • Kategorie D: Führen von Segelfahrzeugen mit einer Segelfläche über 12 m²

Hat die Maschine des Segelbootes mehr als 6 PS ist zusätzlich die Kategorie A erforderlich. Im Rahmen des Onlinekurses Bodenseeschifferpatent24 werden die Inhalte der Kategorien A (Motorboot) und D (Segelboot) vermittelt.

Für den Erwerb des Bodenseeschifferpatents Kategorie A (Motorboot) ist ein Mindestalter von 18 Jahren erforderlich. Beim Bodenseeschifferpatent Kategorie D (Segelboot) liegt das Mindestalter bei 14 Jahren. Körperliche und geistige Eignung zum Schiffsführer sind zudem Grundvoraussetzung für beide Patente.

Sie müssen sowohl in einer theoretischen, als auch in einer praktischen Prüfung die erforderlichen und vorgeschriebenen Kenntnisse nachweisen. Die Prüfungen werden in Deutschland von den Landratsämtern Bodenseekreis (Friedrichshafen), Konstanz und Lindau durchgeführt. In Österreich ist hierfür die Bezirkshauptmannschaft Bregenz zuständig. Beide Prüfungsteile (Theorie und Praxis) müssen innerhalb eines Zeitraumes von 12 Monaten erfolgreich absolviert werden.

Inhaber von anderen Sportbootführerscheinen (Sportbootführerschein Binnen, Sportbootführerschein See, Sportküstenschifferschein, DSV A- Schein ausgestellt bis 31.03.1989) haben die Möglichkeit sich Teile der Prüfung anerkennen zu lassen. Mehr Information dazu finden Sie unter der Rubrik „Bodenseeschifferpatent als Ergänzung zu einem vorhandenen Sportbootführerschein“.

Die Theorie lernen Sie entweder bei einer Segelschule oder einfach und bequem von zuhause aus mit meinem Onlinekurs . Die praktische Ausbildung ist in einer Segelschule Ihrer Wahl oder einem Wasserportverein am Bodensee möglich. Ich helfe Ihnen gerne bei der Auswahl einer geeigneten Ausbildungsschule am Bodensee.

Das Bodenseeschifferpatent in den Kategorien A (Motorboot) und D (Segelboot) kann ohne erneute Prüfung oder Ausbildung auf Antrag gegen eine Bearbeitungsgebühr auf den amtlichen Sportbootführerschein Binnen umgeschrieben werden.

Wenn Sie das Bodenseeschifferpatent rein in der Kategorie A (Motorboot) umschreiben lassen möchten, wenden Sie sich hierzu bitte an den Deutschen Motoryachtverband.

Wenn Sie das Bodenseeschifferpatent rein in der Kategorie D (Segelboot), oder in beiden Kategorien A+D (Motor- und Segelboot) umschreiben lassen möchten, wenden Sie sich hierzu an den Deutschen Segler-Verband.

Absolvieren Sie im Rahmen ihrer praktischen Motorbootausbildung und Motorbootprüfung den freiwilligen Zusatzteil „Navigation“ wird Ihnen auf Antrag beim Erwerb des Sportbootführerschein See die praktische Prüfung erlassen. Sie müssen in diesem Fall also nur noch die Theorieprüfung zum Sportbootführerschein See absolvieren.

Die Prüfungen finden im Zeitraum von Frühjahr (März/ April) bis zum Spätherbst (Oktober/ November) bei den Landratsämtern am Bodensee statt. Die Prüfungstermine und Kontaktdaten sowie die Formulare veröffentlichen die Landratsämter auf ihren Internetauftritten:

Wenn ihr Hauptwohnsitz in einem der am Bodensee anliegenden Länder (Deutschland, Österreich oder Schweiz) ist müssen Sie grundsätzlich die Prüfungen im Land ihres Hauptwohnsitzes ablegen.

Wenn Ihr Hauptwohnsitz in einem nicht am Bodensee anliegenden Land ist können Sie den Ausbildungs- und Prüfungsort frei wählen.

Wenn Ihr Hauptwohnsitz in Deutschland ist können Sie Ihren Ausbildungs- und Prüfungsort am Bodensee unter den deutschen Landkreisen Bodenseekreis (Friedrichshafen), Konstanz und Lindau frei auswählen.

Es fallen amtliche Gebühren für die mit dem Bodenseeschifferpatent anfallenden Dienstleistungen der Landratsämter wie die Prüfungen, Anerkennung von Befähigungsnachweisen, Bescheinigungen und die Patentausstellung an. Die entsprechenden Auszüge aus der jeweiligen Gebührentabelle sind in den Anmeldeformularen des jeweiligen Landratsamtes beinhaltet und sie sind auf den Internetauftritten der Landratsämter veröffentlicht. Die Gebühren der drei deutschen Landrastämter unterscheiden sich nur geringfügig, sind aber nicht vollständig identisch.